Burgen, Lehen oder Orte

 

  • The Tower of LongfayeThe Tower of Longfaye
    Südlich des großen Hertogenwalds in der vallconnischen Grafschaft Hypen, knappe fünf Wegstunden auf der Straße von Amalgaid nach Westrock, liegt ...
  • Die Feste Eagles GuardDie Feste Eagles Guard
    Während auf den meisten Karten die Grenzen Vallconnans im Westen an der Mahas enden, ist seit dem Ende der großen ...
  • Grenzburg DragonfordGrenzburg Dragonford
    Die Festung an der Drachenfurt, genannt Dragons Keep, ist eine bereits sehr alte Grenzwacht im Schatten der Orklande.
    Das Lehen liegt ...

Mater Liriel, Priesterin zum Lichte Larinars

Whist wurde im Jahr 580 v.K. (1180 MLZ) auf einem, in den Mittellanden noch unbekanntem, Kontinent geboren. Whist ist das unerwünschte Resultat einer sehr seltenen, geächteten und verbotenen Verbindung einer Sonnenelfe und eines Schattenelfen. Beide in einer wahnwitzigen Liebe miteinander vereint.

Den Beweis dieser unheiligen Liebe, Whist, mussten sie verborgen halten, brachten es allerdings nicht übers Herz, das Kind zu töten. Daher überantworteten Vater und Mutter ihre Tochter nach einem Jahr des gehetzten Versteckens auf einem Floß den Weiten des Meeres. Allein einen kleinen Beutel mit Edelsteinen und einer Münze mit ihrem Namen gaben sie ihrer Tochter Whist zum Abschied mit. Zu ihrem Glück wurde das Floß von Whist von einem Schwarm Delphine entdeckt und sicher durch die Wellen geleitet.

Wenig Zeit bevor die kleine Ausgestoßene verdurstet wäre, wurde sie von Luftelfen beim Ausflug über dem Meer entdeckt. Diese lasen sie auf und brachten Whist nach Stollhill in Vallconnan und übergaben das Kind an einen Halbelf, welcher mit einer Luftelfe frisch vermählt worden war. Dessen Vater, der nunmehr Großvater von Whist, war und ist der Jagdaufseher von Stollhill und war an der weiteren Erziehung der jungen Elfe maßgeblich beteiligt. Den Namen Liriel erhielt Whist von ihrer Adoptivmutter. In der Sprache der Luftelfen bedeutet dieser „kleiner Fisch“.

Die Jahre vergingen wie im Flug und aus Whist/Liriel wurde eine niedliche kleine vorlaute Elfengöre. Sie hatte recht bald damit begonnen, es ihrem Großvater und ihrem Vater gleichzutun und jagte, wenn auch ohne Genehmigung, durch die Wälder Vallconnans. Zur Sorge ihrer Eltern, von denen sie sich seltenst abmeldete, legte sie hierbei große Strecken zurück, kam allerdings immer unbeschadet wieder nach Hause.

Eines denkwürdigen Tages führte das Schicksal den jungen Grafensohn Henry und Liriel zusammen. Er verfehlte einen stattlichen Hirsch mit seinem ersten Schuss, woraufhin die hilfsbereite kleine Elfe diesen sofort gekonnt erlegte. Eine Anklage gegen Liriel wegen Wilderei ließ Henry auf Bitten ihres Großvaters fallen. Statt dessen wurde sie von diesem in der Kunst der Jagdaufseherei unterwiesen und alsbald in den Dienst von Griffonshire überstellt, wo sie von da an bis zum Jahre 1197 MLZ die verantwortliche Jagdaufseherin war.</span></span></span>

Als der Krieg zwischen den Orklanden und Vallconnan wieder ausbrach und dessen Gefechte sich bis nach Griffinshire zogen, verließ Whist Stollhill und traf auf Frater Aramis und Pater Jeoffrey. Seither blieb die junge Elfe in der Obhut des Ordens, wo sie unter den Augen von Frater Aramis, Pater Geoffrey, Frater Heinrich und Sistra Ann-Kathrin den Glauben zu den Dreien: Larinar, Locknar und Eonar in sich fand. Und schließlich bat Whist um Aufnahme in den Orden der Heiligen Dreieinigkeit.</span></span></span>

Doch der Weg, den die junge Elfe zu gehen hatte war lang und steinig. Die schwierige Verbindung ihrer Eltern schlug sich in der Natur von Whist nieder. Und während sie oft daran zweifelte, jemals ihre widersprechenden Naturen in ein Gleichgewicht zu bringen, stellte sie sich der Ausbildung im Orden und wurde zur Akolythin zum Lichte Larinars geweiht. In dieser Zeit schöpfte Whist vor allem Kraft aus den Freundschaften, die sie zu einigen Menschen geknüpft hatte, insbesondere zu Ibriel (zu der Zeit noch Knappe in Vallconnan) und später auch zu den beiden Priesterinnen Ailynn und Crystal, die beide nicht zum Orden gehören. Als sich dann auch noch das Damoneskind Carrys ihre Zweifel zu Nutzen machte und sie auf seinen dunklen Pfad mitnehmen wollte, schien Whist fast verloren.

Die Seelen und Leben ihrer Freunde zu bewahren war der größte Ansporn in ihrem Leben geworden. Doch bald fielen Geoffrey, Ann-Kathrin und Aramis im Kampf gegen Gorgul und seine Schergen.

Carrys ließ auch weiterhin nicht von ihr ab und einzig dem Beistand jener, die sie nicht aufgeben wollten, hat Whist es zu verdanken, dass sie letzten Endes nicht in diesem Strudel aus Angst und Ungewissheit endgültig versank. Und das Schicksal meinte es gut mit ihr, als sie die Chance bekam nach dem Sieg über Carrys viele Jahre in der Feenwelt zu verweilen, Jahre, die nur dort vergingen.

Nachdem sich die Wogen in ihrem Leben nun geglättet hatten, stellte sich Whist zusammen mit ihren Gefährten dem Kampf gegen die Blutdruiden und Gorgul und wurde zur Priesterin zum Lichte Larinars geweiht.

Doch während sie ihren eigenen inneren Kampf gewonnen hatte, wuchs ihre Sorge um Sir Ibriel. Und eines Tages geschah wovor sie sich gefürchtet hatte. Ibriel beschloss, ausgerechnet in den Chaos-Wüsten, dass seine Zeit gekommen war und schickte Liriel von seiner Seite fort.

Der Verlust ihrer Freunde und vor allen Dingen von Ibriel fällt ihr auch nach Jahren noch schwer hinzunehmen. Seither widmet sich Mater Liriel der Seelsorge der Vallconnischen Soldaten, die an der Grenze zu den Orklanden ihren Dienst tun.

Die Feste Eagles Guard

Sir Ronald of Eagles Guard

Während auf den meisten Karten die Grenzen Vallconnans im Westen an der Mahas enden, ist seit dem Ende der großen Kriege um die Jahrhundertwende 500 v.K. die Grenze tatsächlich etwas verändert.

Überquert man mittig zwischen Mont Rigi und Bel Croix die Mahas und durchquert das dortige Gebirge etwa zwei Stunden in westlicher Richtung, trifft man mitten in den Felsen auf eine Feste. Massive Trutzmauern und ein riesiger Turm an der Ostseite der Feste, dessen Spitze von den beiden vallconnischen Burgen gut sichtbar ist, ragen in die Orklande hinein und setzen ein Zeichen für die Stärke und Entschlossenheit Vallconnans.

Diese Burg ist formal der Baronie Mondschau zugeschrieben und wird zur Zeit von Sir Ronald of Eagles Guard verwaltet und weiter ausgebaut.

Nur zwei große, fast vier Mann hohe Tore scheint es an der Feste zu geben, eines Richtung Osten, der Heimat zugewand. Mitten auf diesem Tor ist ein metallener Beschlag in Form eines Falkenkopfes zu sehen. Das Tor ist durch mehrere, fast eben verlaufende Wege erreichbar. Das andere Tor in Richtung  der Orklande ist von gleicher Größe und wird von einem metallenen Beschlag in Form einer Rose, die sich um ein Schwert rankt geziert.

Außerhalb der Feste mündet dieses Tor in einen breiten Weg, der bergab führt und breiter wird. Um die Feste herum ist ein tiefer Graben. Wer die Feste betritt, findet sich zuerst auf einem Vorplatz wieder, in dessen Mitte der Sprößling eines Baumes wächst, in frische Erde gebettet und von kleineren Steinen geschützt. Um den Vorplatz herum sind dicht gedrängt Unterkünfte und Werkstätten, nah an nah, um auf dem geringen Platz in der Feste alles nötige unterzubringen.

An vielen Orten sind große Holzplatten auf dem Boden zu finden, die Einstiege in die Kellergewölbe unter der Feste. Hier lagern Lebensmittel, Waffen und Kleidung, man sieht einzelne Werkstätten und Arbeitsplätze und gerade die Zwerge mit ihren Waffenschmieden fühlen sich hier unten besonders wohl.

Am östlichsten Ende der Feste erhebt sich der gigantische Feuerturm, der von den Bewohnern der Feste auch Tower of Hope genannt wird. Solang hier kein grüner Rauch aufsteigt, braucht in Vallconnan niemand Angst vor einem Angriff der Orks entlang diesem Grenzgebiet zu haben. Der Turm wird durch eine weitere, innere Mauer geschützt.

The Tower of Longfaye

Südlich des großen Hertogenwalds in der vallconnischen Grafschaft Hypen, knappe fünf Wegstunden auf der Straße von Amalgaid nach Westrock, liegt auf einer hohen Felsnase der dortigen Hügelkette nahe der Grenze zur Baronie Malmedy ein steinerner Wachturm.
Den alten, schon von weither sichtbaren Turm, mit seinen wenigen Nebengebäude und die darum liegenden Ländereien und Weiler kennt man hier unter dem Namen Longfaye.

Derzeit ist Sir Braddock Lehensritter von Longfaye, seit er 509 v.K. wieder zurück nach Vallconnan kam. Davor war er lange Jahre der Herr der Grenzburg Dragonford.

Der Name ‚Longfaye‘

Seinen Namen hat der Landstrich seit Jahrhunderten. Der Ursprung ist nicht genau bekannt. Der Namensteil ‚Faye‘ kann sowohl aus dem Alt-Vallconnisch kommen, als auch die darrageshische Namensgebung als Herkunft haben.
Aufgrund der Nähe zum geheimnisvollen Hertogenwald könnte es die Abwandlung des alt-vallconnischen Wortes ‚Faie‘ sein, was soviel wie ‚Fairy‘, also ‚Fee‘ bedeutet. Es kommt aber auch wegen seiner herausragenden Position als Wachturm in Kriegszeiten in Betracht, dass die Bedeutung von ‚Foy‘, was im alt-darrageshischen ‚Faith‘ oder ‚Belief‘, also ‚Vertrauen / Glaube‘ bedeutet, abgeleitet wurde. Das vorgesetzte ‚Long‘ verstärkt dann wohl die Langlebigkeit und die Durchhaltekraft des Turms gegen jegliche Angriffe, da er wissentlich noch nie im Kampf eingenommen wurde.

Geschichte des Lehens

Der Turm selbst stammt aus der Zeit, als der Hertogenwald die Westgrenze Vallconnans bildete, weil die restlichen Teile Hypens von den Orks überrannt waren. Seine Position hoch über der Ebene und dem Wald machte ihn als Wach- und Aussichtsturm unentbehrlich. [mehr folgt]

Der Weg nach Longfaye

Von der großen Wegkreuzung erreicht man den Abzweig nach Longfaye nach wenigen Meilen Richtung Westrock. Südlich biegt ein schmaler, aber gut befahrbarer Weg in die Ebene ab und beginnt nach kurzer Zeit bereits leicht anzusteigen. Die Hügelkette, deren sanfte bewaldete Kuppen sich, immer wieder durch schroffe Felsnasen und Klüfte unterbrochen, entlang der Straße nach Westrock erstrecken, ist nicht besonders hoch, aber dennoch liegt der riesige dunkle Hertogenwald wie ein großes Mooskissen in die Ebene eingebettet.

Der Weg führt zunächst über eine baumlose Graslandschaft, später durch lichte und urwüchsige Laubwälder, vorbei an einer der drei Ortschaften des Lehens und einigen – teils in den Wald gerodeten – Ackerflächen, schlängelt sich dabei einige Meilen stetig bergan Richtung Südosten, bis er unverhofft nach Norden scharf abbiegt. Nach wenigen hundert Schritten öffnet sich der Wald zu einem Hochplateau, welches in einer schroffen Felsnase endet.

Longfaye Tower

Am Ende des Felsmassivs steht der alte Wehrturm Longfaye Tower. Von hier aus hat man einen guten Überblick über die Ebene bis weit über den Saum des dunklen Forstes hinaus.

Keine Wehrmauer umgibt den Turm und die drei gedrungenen Nebengebäude, nur ein hölzerner Palisadenzaun. Dennoch ist der hohe Turm selbst kaum einnehmbar und strategisch gut positioniert. Der relativ kleine Zugang kann über eine Zugbrücke versperrt werden, die einen drei Meter breiten, in den Fels gehauenen, tiefen Spalt überspannt. Hinter der Zugbrücke ist weiterhin ein dickes eisenbeschlagenes, einflügeliges Tor angebracht.

Der Turm hat mit einem in die Grundmauern eingelassenen Keller fünf hohe Etagen und eine unüberdachte Wehrplattform mit Zinnenkranz. Hier oben gibt es auch einen kleinen hölzernen Kran, mit dem Material und Vorräte einfacher in den Turm gebracht werden können, als über die enge Wendeltreppe.

Hoch über dem Tor ist ein ausgekragter, mit Schießscharten versehener Gusserker in die Turmwand gelassen. Von hier aus kann man den kompletten Vorplatz der Burg übersehen und bestreichen. Über dem Erker sind an der Außenwand zwei steinerne Pferdeköpfe aus weißem Granit angebracht.

Die unteren drei Etagen sind mit Kreuzgewölbe gemauert und die Außenmauern zur Plateauseite hin sehr dick und stabil. Dadurch sind jedoch die unteren Innenräume recht beengt. Weiter oben sind Holzbalkendecken eingezogen und die Deckenhöhen niedriger. Durch die weniger dicken Außenmauern sind die Räume hier größer und wohnlicher. Fensterdurchbrüche gibt es nur zur Talseite und weiter oben seitlich im Turm. Zum Vorplatz hin gibt es nur einige wenige Schießscharten.

An der talseitigen Außenwand des Turms zieht sich durch alle Etagen ein halb ausgestelltes Treppenhaus mit einer steinernen Wendeltreppe. Auf dem etwas höher als die Turmplattform reichenden Treppenturm ist auch eine große steinerne Schale für ein Wachfeuer, wie es die Grenzburgen unterhalten. Doch in Longfaye brennt in diesen eher ruhigen Tagen kein ewiges Wachfeuer mehr.

Auf dem Turm weht ständig ein großer blau-weißer Wimpel.

Die Nebengebäude

Das größte der drei Nebengebäude ist das zweistöckige steinerne Mannenhaus mit einem Pferdestall im Erdgeschoss, welches Platz für rund 40 Mann und bis zu 20 Pferde bietet, jedoch meist mit nicht mehr als vielleicht 10 Waffenknechten belegt ist. In einem hölzernen Anbau finden sich die Ställe der Nutztiere.

Direkt daneben liegt ein Fachwerk-Lagerhaus, in dem Vorräte und Gerätschaften untergebracht sind. Hier befinden sich auch einige „Gästezimmer“ für Besucher der Burg.

Auf der gegenüber liegenden Seite des Plateaus neben dem überdachten Brunnen liegt wegen der Brandgefahr etwas abseits das Küchenhaus, in dem meist die Mahlzeiten der Burgmannen zubereitet werden, auch wenn es im Turm selbst ebenfalls einen kleinen Küchenbereich gibt.

Zusätzlich gibt es auf dem Plateau noch eine Rosswette und eine hölzerne Scheune für die Lagerung von Heu, Stroh und Feuerholz. Bei Bedarf steht auf der Freifläche genügend Platz für Mannenzelte zur Verfügung.

Die Ländereien

Außerdem gehören zum Lehen Longfaye das Hamlet North Cothelstone Hall und die beiden kleinen Weiler Middle Fritham und Nether Addlethorpe mit ihren jeweiligen Nutzflächen, der Tempel von Xhoffraix, der Steinbruch Molesworth Quarry und dann noch eine Menge rauher Natur.

Fast mittig in den Ländereien liegt North Cothelstone Hall. Hier steht eine steinerne Halle, in der Sir Braddock wenn nötig Lehensgericht hält und meist die Wintermonate verbringt. Außerdem sind hier rund drei Squads vallconnischer Soldaten stationiert, wenn sie nicht an der Grenze stehen. Ansonsten besteht die Hofschaft aus einigen Hütten von Handwerkern, mehreren Bauernhöfen und einem halbüberdachten, offenen Schrein der Dreieinigkeit.

Middle Fritham, weiter westlich am Fuß der Hügelkette gelegen, beherbergt größtenteils die Baracken einiger Minenarbeiter, die in dem nahegelegenen Felsmassiv nach Erzen schürfen. Es befindet sich auch eine Erzhütte und eine wassergetriebene Hammerschmiede dort.

Die wenigen Bauernhöfe von Nether Addlethorpe liegen im östlichen Teil des Lehens, noch in der nur licht bewaldeten Ebene nahe der Straße nach Westrock und des Hertogenwaldes.

Noch etwas weiter östlich nahe der Landstraße Richtung Amalgaid hat Sir Braddock von Herbst 510 v.K. bis Frühjahr 512 v.K. im Hochmoor von  Xhoffraix einen Dreieinigkeitstempel errichten lassen, unter Leitung und geistlicher Betreuung von Mater Rhonda, Priesterin zum Lichte Larinars, die jedoch nach Beendigung der ursprünglichen Bauarbeiten leider diesen Tempel verließ und weitergezogen ist.
Die Anlage Xhoffraix wird seit 519 v.K. zu einem Klosterkomplex und geistlichen Zentrum ausgebaut. Die Pläne hat Sir Braddock selbst erstellt und die Bauarbeiten sind in vollem Gange. Mit einer Fertigstellung wird um 535 v.K. gerechnet.

Ganz am westlichen Rand der Ländereien von Longfaye liegt der Steinbruch Molesworth Quarry, in welchem über die warmen Monate des Jahres Arbeiter Steine aus dem roten Sandstein schlagen, der besonders in Saltway und Colona gerne für schöne Prunkbauten und Tempel verwendet wird.

Derzeit plant der Lehensritter den Bau eines Wach- und Wehrgehöfts an der Westrock-Straße, nahe dem Hertogenwald.

* * *

Vieles mehr gäbe es zu berichten. Nicht wenige alte Geschichten ranken sich um diese Gegend, die so nahe am verwunschenen Hertogenwald liegt…

Die große Chronik Vallconnans

Die Chronik Vallconnans, die seit der ersten Krönung der Bruderkönige, Scott Alan Dragonmight und Gerald Ironhand, geführt wird, wird in den Reichsarchiven in Mondschau aufbewahrt, weiterhin viele andere über die Jahre aufgezeichnete und gesammelte Schriftstücke. Es existieren auch einige Kopien in anderen Bibliotheken.

Die Vergangenheit vor der Gründung des Königreiches liegt in den Schatten des Vergessens, da die meisten Aufzeichnungen der Ahnen verloren gingen. Es ist allerdings bekannt, daß die Vorfahren der Vallconnan von der großen Insel im Nordmeer auf das Festland zogen und das Königreich begründeten, daß nun schon seit über fünfhundert Jahren existiert.

Die erste vallkonnische Krönung der Bruderkönige Scott Alan Dragonmight und Gerald Ironhand vor über 500 Jahren fand im Anschluss an die offizielle Landnahme statt, rund zehn Tage nach Wintersonnwend. Das Jahr 1 nach der ersten Vallconnischen Krönung beginnt demnach am ersten Tag des ersten Locknarmondes, mitten im Winter. Siehe auch Zeitrechnung.

  • 1 v.K.  Die Bruderkönige Scott Alan Dragonmight I. und Gerald Ironhand gründen die erste feste Siedlung im neu gegründeten Königreich.
  • 3 v.K.  Vermählung von Scott Dragonmight I mit seiner wunderschönen Gemahlin, Elaine Estelle I.
  • 9 v.K.  Die wundersame Rettung des Douglas of Slyden nach dem Fall der Feste Raise in Stollhill
  • 10 v.K.  ein Ritualexperiment, ausgeführt von Gerald Ironhand und Robert of Slyden, einem Mystiker, scheitert auf furchtbarste Weise. Es hatte zum Zweck, die Kraft des Adlers in die Herzen aller Vallconnan zu bringen und die Ritterschaft zu vervollkommenen. Jedoch wurde das Ritual sabotiert und musste scheitern. Die Ehefrau von Scott Allan Dragonmight, Queen Elaine Estelle I. verschwindet hierbei spurlos.
  • ca. 15 v.K.  Beginn des ersten Orkkrieges, der Damones Gorgul vereint die orkischen Stämme in aller Heimlichkeit über die letzten Jahre und schickt sie gegen die Vallconnan. Der Krieg dauert rund 5 Jahre bis ca. 20 v.K. und endet mit dem Rückzug Gorguls in die Orklande. Danach arbeitet er zunächst im verborgenen weiter und gerät dann lange in Vergessenheit.
  • 110 v.K.  Auf einem steilen Hügel mit flacher Spitze am östlichen Ufer des Flusses Mahas wird eine neue Grenzbefestigung erbaut. Sie liegt am seinerzeit westlichsten Punkt Vallconnans und erhält zunächst den Namen Rocky Hill (später Dragonford).
  • 112 v.K.  Als besonders geeigneter Ort für astrologische Beobachtungen wird auf einer steilen Klippe in den Loddy Mountains mitten in Vallconnan ein astrologisches Zentrum errichtet. Diese Anlage wird ständig erweitert und  einige Jahre später entsteht hier die Königsburg Mondschau.
  • 131 v.K.  Großer Sturm der Orks auf die Burg Rocky Hill. Ein geflügeltes Untier der Orks stürzt in den Fluß und reißt dabei ein Felsmassiv mit sich in die Tiefe. Die Felstrümmer formen die heute noch existierende Furt. Danach Umbenennung des Ortes zu Dragonford.
  • 135 v.K.  Der Haller wird von vallconnischen Rittern geschleift.
  • 135 v.K.  König Esterien Dragonmight I. gibt Befehl zum Bau der Festung Mondschau in den Loddy Mountains, dort wo Jahre zuvor bereits ein astrologisches Zentrum errichtet wurde.
  • 139 v.K.  an der Mahas nördlich von Dragonford werden alte Ruinen gefunden und im Verlauf zu einem weiteren Grenzposten ausgebaut. Der Ort wird kurz darauf Sky Castle genannt.
  • 142 v.K.  Einweihung der neuen Königsfestung Mondschau durch König Esterien Dragonmight II., Sohn von Esterien Dragonmight I. Zeitgleich Ausrufen des Gebiets zur neuen Baronie Mondschau.
  • 166 v.K.  Esterien Dragonmight II. läßt auf einer verborgen liegenden Insel im Moonlake die Gruft der Könige errichten, in der alle Regenten Vallconnans zur Ruhe gelegt werden.
  • 195 v.K.  Blutschlacht von Arken. Das ganze Herzogtum Arken und der Nordwesten Vallconnans werden von einer orkischen Invasion heimgesucht. Tausende sterben.
  • 195 v.K.  Begebenheit der „steinernen Grafen von Stollhill“ am Rand der Blutschlacht von Arken.
  • 215 v.K.  Gründung von Gallway Castle nahe den Ufern des Moonlake im heutigen Mondschau durch Sir Hector „der Blutige“ of Gallway.
  • 334 v.K.  Gründung des Reichsgebietes Laufenburg als eigenständige Baronie, aus einer Forderung von Prinz Gregg of Mondschau, Bruder des Königs Kyle David II. nach einem adäquaten Lehen.
  • t.b.c.

Chronik der Jahre

Die vallconnische Chronik der Jahre gibt die jüngeren Geschehnisse in Vallconnan der letzten ca. 60 Jahre wieder. Ältere Geschehnisse werden wir an anderer Stelle gesondert zur Verfügung stellen.

  • 458 v.K.  Valerian Desmond Gwydion, der zweite Sohn von König Anthony, wird geboren.
  • 486 v.K.  Heirat von Valerian Desmond Gwydion of Mondschau und Elaine Estelle of Faymonville
  • 486 v.K.  Tod von König Anthony I. in Kingsfield
  • 487 v.K.  Krönung von Valerian Desmond Gwydion I. zum vallconnischen König
  • 490 v.K.  Beginn der Tremorkriege
  • 490 v.K.  Tod des letzten Earl of Hypen in der Schlacht um Westrock. Damit stirbt das alte Grafengeschlecht aus
  • 491 v.K.  Der König ernennt Sir Adam Ofshaw zum Statthalter von Hypen
  • 492 v.K.  Tod von Königinmutter Helena Julie I., Witwe von Anthony I.
  • 494 v.K.  Die Orks unter Tremor überrennen Malmedy und große Teile von Hypen, Vallconnan öffnet das erste Mal seine Grenzen für Streiter anderer Reiche. In den folgenden Jahren ist das Land immer wieder auf die Hilfe befreundeter Länder angewiesen.
  • 495 v.K.  Schlacht um die Mahasfeste, bei der ein Drache den damaligen König Valerian I. fast tötete und dann von Sir Henry of Stollhill erschlagen wurde. Niederwerfung von Tremor durch die vereinten Kräfte der Vallconnan und ihrer Verbündeten, dies markiert das Ende der Tremorkriege
  • 496 v.K.  Gründung der „Allianz des Lichts“ auf dem „Dreikönigstreffen“, der Neujahrshofhaltung in Vallconnan durch die Reiche Vallconnan, Allerland und Travonien, als gegenseitiger Unterstützungspakt
  • 496 v.K.  Auftauchen des Champions der Harpyien auf der Neujahrshofhaltung in Vallconnan. Zweikampf mit Sir Julian of Slyden, der unterliegt und ein Auge verliert
  • 496 v.K.  Die ‚große Explosion von Mondschau‘, ausgelöst durch einen magischen Unfall, zerstört weite Teile der Königsfestung und des astrologischen Zentrums. Das astrale Gefüge in ganz Vallconnan hat sich seither unumkehrbar verändert. König Valerian I. beginnt kurz darauf bereits mit einem Neubau der Festung
  • 496 v.K.  Das durch Orkkriege stark geschwächte Herzogtum Arken schließt sich freiwillig an Vallconnan an, wird aber noch von dem alten Herzog Rüdiger VII. of Arken kommissarisch weiterregiert
  • 496 v.K.  ‚Sommerschlacht von Ra’kahal‘ in Trawonien: große Truppenkontingente aus Vallconnan ziehen zusammen mit Verbündeten aus Etraklin, Allerland, Beilstein und anderen Reichen der ‚Allianz des Lichts‘ ins ferne Trawonien, um sich mit deren Kämpen gegen die große Bedrohung durch das Dunkle Reich zu stellen. Der Feldzug endet zwar mit der Zurückschlagung der Gegner, ist aber sehr verlustreich
  • 497 v.K.  Beginn der Gorgul-Kriege. Gedeckt durch einen Scheinangriff im Norden Arkens dringt eine Übermacht orkischer Kämpfer weiter südlich über die Mahas und besetzt Sky Castle, weitere Vorstöße von dort Richtung Griffinshire und Riverwood werden unter hohem Aufwand gestoppt. Die Mahasfeste auf der Westseite des Flusses fällt in orkische Hände.
  • 497 v.K.  Belagerung der durch die Scharen von Gorgul besetzten Burg Sky Castle an der Westgrenze Hypens
  • 498 v.K.  Große vallconnische Gegenoffensive in die Orklande, Entdeckung von Kaladagul, versehentliche Befreiung von Gorguls körperlicher Gestalt
  • 499 v.K.  Geburt von Prinz Desmond und Prinzessin Desdemona im 3. Eonar
  • 499 v.K.  Die vor drei Jahren zerstörte Königsburg Mondschau ist durch Einsatz aller verfügbaren Mittel bereits nach dieser kurzen Zeit wiederhergestellt und wird eingeweiht
  • 499 v.K.  Abdankung von König Valerian I., Übernahme der Regentschaft durch seine Gemahlin, Königin Elaine Estelle II.
  • 500 v.K.  Der allerländische König Helmbrecht von den wölfischen Marken heiratet die erste vallconnische Freifrau Clarissa of Mont Rigi auf Burg Malmedy. Es gibt eine Hochzeitsfeierlichkeit nach malmedischer Tradition. Den Eheschwur nimmt der erst neun Jahre alte Kindbaron von Malmedy als Lehensherr von Lady Clarissa dem Brautpaar ab
  • 501 v.K.  Erste Befreiung der Burg Sky Castle
  • 501 v.K.  Herzog Rüdiger, kommissarischer Regent des Protektorats Arken, stirbt. Da der Herzog keine Nachkommen hatte, setzte Sir Henry einen erfahrenen Offizier als Sheriff ein, der vor Ort die Verwaltung übernimmt: Captain John Ingram
  • 502 v.K.  Das gesamte Volk der Tolemac zieht aufgrund einer schrecklichen Gefahr aus ihrer Provinz in Etraklin aus. Von den 30.000 Menschen kommen nur 300 lebend in Vallconnan an und werden von Sir Henry of Stollhill in seinen Ländereien aufgenommen
  • 504 v.K.  Zweite Befreiung von Sky Castle. Niederwerfung und endgültiger Sieg über Gorgul. Ende der Gorgul-Kriege
  • 509 v.K.  Eine große vallconnische Delegation reist zum Turney der Gesellschaft des Schwans ins ferne Kantenland und überbringt dort dem allerländischen König Helmbrecht die Nachricht vom tödlichen Unfall dessen Sohnes in Vallconnan
  • 511 v.K.  Erkrankung von Königin Elaine Estelle II. Man vermutet einen Zusammenhang mit den Machenschaften der Harpyien
  • 512 v.K.  Sieg über die Harpyien-Königin, hiermit verschwindet auch die Erkrankung der Königin
  • 512 v.K. Erhebung von Sir Patrick zum Earl of Hypen. Das ursprüngliche Grafengeschlecht war bereits vor vielen Jahren ausgestorben
  • 517 v.K.  Prinz Desmond wird volljährig und am Herbst-Equinox zu King Desmond Adrian I. of Vallconnan gekrönt. Seine Mutter Königin Elaine Estelle II. gibt das Szepter somit an ihren Sohn ab
  • 518 v.K.  Im Winter des Jahres erliegt der junge und noch unverheiratete Baron von Malmedy den Verletzungen eines Jagdunfalls
  • 519 v.K.  Am Ende des 4. Monats des Larinar wird Sir Leon of Belle Croix zum Baron von Malmedy ernannt
  • 520 v.K.  Die Reichsgebiete Stollhill und Arken werden zum Herzogtum Stollhill-Arken zusammengelegt und der König ernennt Sir Henry of Stollhill zum Duke of Stollhill-Arken
  • 522 v.K.  In der burgundischen Südmark trifft ein durchreisender Trupp, darunter vallconnische Ritter, auf Schergen des Chaosgotts Nurgle. Sie können die Gefahr vorübergehend eindämmen
  • 525 v.K.  Vallconnische Kämpfer unter der Führung von Sir Braddock of Longfaye unterstützen verbündete burgundische Einheiten erneut in der Südmark Burgunds gegen einen sogenannten Verpester und weitere Anhänger des Chaosgotts Nurgle. Der endgültige Erfolg bleibt jedoch aus.
  • 525 v.K. Im Herbst Expedition in die nördlichen Orklande westlich von Arken und Hypen. Suche nach Anzeichen für den angeblichen zehnten Orkstamm und gegebenenfalls Spuren des „Volk des Auges“. Expedition wird mit wenigen Erkenntnissen zum Wintereinbruch abgebrochen und die Fortsetzung auf das nächste Jahr verschoben.
  • 525 v.K.  Vallconnische Verbände unter der Führung von Sir Howard of Stollhill unterstützen unsere Verbündete in Lodrien in einem großen Feldzug gegen die Bedrohung durch die Namaid. Der Feldzug wird erfolgreich abgeschlossen.
  • 526 v.K.  Nach monatelanger Planung und Vorbereitung zieht noch einmal eine Expedition in die burgundische Südmark, unterstützt u.a. von Vertretern des Dreieinigkeits-Ordens. Diesmal gelingt das lange vorbereiteten Ritual, der Nurgle-Verpester wird in seine Chaos-Ebene zurückgedrängt, insbesondere durch den Knappen Alfred of Longfaye im Zentrum des Rituals.

Mater Rhonda, Priesterin zum Lichte Larinars

Wann und warum Rhonda ihr Zuhause in Vallconnan vor vielleicht 16 Jahren verließ, weiß sie nicht mehr, aber ihre Liebe zum Meer und ihre Kenntnisse desselben lassen auf eine lange Zeit auf Schiffen schließen. Von einem wird sie dann in einem Sturm heruntergefallen sein, aber das Meer mochte sie nicht so sehr und spuckte sie einigermaßen unverletzt und mit einem massiven Gedächtnisverlust wieder aus.

Daraufhin zog sie durch die Gegend, bis sie zufällig auf einer Burg in Zarorien Sir Martin traf, der sie als seine lange verschollene Cousine erkannte… Mit ihm ging sie für eine Weile nach Talon, wo sie sich aber nutzlos fühlte, so auf dem trockenen Land, ohne großartig brauchbare Kenntnisse.

Dann traf sie im zweiten Monat Locknars des Jahres 503 v.K. Pater Heinrich, Priester zur Hand Eonars, beim Ritterschlag von Sir Wallace, und schloss sich ihm kurzentschlossen an, um ihr Leben der Dreieinigkeit zu widmen.

Nach einer Weile war klar, dass sie ihr Leben in den Dienst des Lichtes Larinars stellen würde, und sie wollte den Weg des Schwerts gehen, insbesondere nach dem Tod von Sir Wallace, damit sie nie wieder jemanden nicht würde verteidigen können.

Dann jedoch folgten drei Jahre in Anthanor, in der Rhonda Zeugin wurde der Erstarkung eines Landes aus dem Inneren heraus. Drei Jahre, die sie ruhiger werden ließen. Am Ende dieser Zeit entschloss sie sich, nach Vallconnan zurück zu kehren, und zukünftig den Weg des Wortes statt des Schwertes zu gehen. Ihre Rückkehr wurde schließlich besiegelt mit ihrer Weihe zur Priesterin.

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