William Shawn Sheppard, Soldat Vallconnans

„Ein Junge. Es ist ein Junge“ rief William John Sheppard laut aus. Und sein bester Freund Lassiter Abcott meinte schon damals: „Aus dem Jungen wird mal was ganz besonderes !“ Das Fest zur Geburt des kleinen William Shawn Sheppard tobte eine ganze Nacht lang. Die Menschen tranken und sangen, jauchzten und sprangen. Ein tosender Anfang für ein junges Leben . . .

Die große Prophezeiung des Lassiter Abcott ging in Erfüllung. Aus dem kleinen William Shawn Sheppard, der in einer lauen Sommernacht des Jahres 481 v.K. auf den Auwiesen des Rain in Saltway geboren wurde, erwuchs wirklich etwas ganz besonderes — ein ganz besonderer Lausebengel.

Seine Eltern wollten, daß er einmal die traditionelle Profession und das ehrenvolle Gewerbe der Eltern übernimmt. Doch Shawn hatte kein großes Interesse daran, Schafhirte zu werden. So trieb er sich herum und war schon bald als Hafenarbeiter in den Gassen von Tradertown berüchtigt.

Seine berufliche Laufbahn sollte sich noch einmal in einem Höhenflug verbessern. Denn er wurde Bürgerwache in der Hafenstadt Tradertown. Somit hatte er für Ordnung in der Stadt zu sorgen, was endlich seiner aufbrausenden und lauten Art entsprach. Doch die Schatten der ausbrechenden Gorgulkriege bedurften jeden fähigen Vallconnan im Westen an der Front. Und so wurde auch Shawn zum Soldaten seiner Majestät und dort blieb er auch.

Mit großem Erfolg arbeitete er an der vehementen Verhinderung einer soldatischen Beförderung und so blieb er als Man at Arms und später – um seinem lauten Gemüt Entlastung zu verschaffen – als Squadtrommler den Reihen des vallconnischen Heeres erhalten.

Sein frühes, aber in Soldatenkreisen legendäres Ende fand er zusammen mit seinem besten Freund, dem alten Sack Cedric aus Hypen  bei einem „nicht so ganz ausdrücklich befohlenen“ Erkundungsgang durch den Dungeon unter der Burg Sky Castle im Jahr 500 v.K.

Mater Liriel, Priesterin zum Lichte Larinars

Whist wurde im Jahr 580 v.K. (1180 MLZ) auf einem, in den Mittellanden noch unbekanntem, Kontinent geboren. Whist ist das unerwünschte Resultat einer sehr seltenen, geächteten und verbotenen Verbindung einer Sonnenelfe und eines Schattenelfen. Beide in einer wahnwitzigen Liebe miteinander vereint.

Den Beweis dieser unheiligen Liebe, Whist, mussten sie verborgen halten, brachten es allerdings nicht übers Herz, das Kind zu töten. Daher überantworteten Vater und Mutter ihre Tochter nach einem Jahr des gehetzten Versteckens auf einem Floß den Weiten des Meeres. Allein einen kleinen Beutel mit Edelsteinen und einer Münze mit ihrem Namen gaben sie ihrer Tochter Whist zum Abschied mit. Zu ihrem Glück wurde das Floß von Whist von einem Schwarm Delphine entdeckt und sicher durch die Wellen geleitet.

Wenig Zeit bevor die kleine Ausgestoßene verdurstet wäre, wurde sie von Luftelfen beim Ausflug über dem Meer entdeckt. Diese lasen sie auf und brachten Whist nach Stollhill in Vallconnan und übergaben das Kind an einen Halbelf, welcher mit einer Luftelfe frisch vermählt worden war. Dessen Vater, der nunmehr Großvater von Whist, war und ist der Jagdaufseher von Stollhill und war an der weiteren Erziehung der jungen Elfe maßgeblich beteiligt. Den Namen Liriel erhielt Whist von ihrer Adoptivmutter. In der Sprache der Luftelfen bedeutet dieser „kleiner Fisch“.

Die Jahre vergingen wie im Flug und aus Whist/Liriel wurde eine niedliche kleine vorlaute Elfengöre. Sie hatte recht bald damit begonnen, es ihrem Großvater und ihrem Vater gleichzutun und jagte, wenn auch ohne Genehmigung, durch die Wälder Vallconnans. Zur Sorge ihrer Eltern, von denen sie sich seltenst abmeldete, legte sie hierbei große Strecken zurück, kam allerdings immer unbeschadet wieder nach Hause.

Eines denkwürdigen Tages führte das Schicksal den jungen Grafensohn Henry und Liriel zusammen. Er verfehlte einen stattlichen Hirsch mit seinem ersten Schuss, woraufhin die hilfsbereite kleine Elfe diesen sofort gekonnt erlegte. Eine Anklage gegen Liriel wegen Wilderei ließ Henry auf Bitten ihres Großvaters fallen. Statt dessen wurde sie von diesem in der Kunst der Jagdaufseherei unterwiesen und alsbald in den Dienst von Griffonshire überstellt, wo sie von da an bis zum Jahre 1197 MLZ die verantwortliche Jagdaufseherin war.</span></span></span>

Als der Krieg zwischen den Orklanden und Vallconnan wieder ausbrach und dessen Gefechte sich bis nach Griffinshire zogen, verließ Whist Stollhill und traf auf Frater Aramis und Pater Jeoffrey. Seither blieb die junge Elfe in der Obhut des Ordens, wo sie unter den Augen von Frater Aramis, Pater Geoffrey, Frater Heinrich und Sistra Ann-Kathrin den Glauben zu den Dreien: Larinar, Locknar und Eonar in sich fand. Und schließlich bat Whist um Aufnahme in den Orden der Heiligen Dreieinigkeit.</span></span></span>

Doch der Weg, den die junge Elfe zu gehen hatte war lang und steinig. Die schwierige Verbindung ihrer Eltern schlug sich in der Natur von Whist nieder. Und während sie oft daran zweifelte, jemals ihre widersprechenden Naturen in ein Gleichgewicht zu bringen, stellte sie sich der Ausbildung im Orden und wurde zur Akolythin zum Lichte Larinars geweiht. In dieser Zeit schöpfte Whist vor allem Kraft aus den Freundschaften, die sie zu einigen Menschen geknüpft hatte, insbesondere zu Ibriel (zu der Zeit noch Knappe in Vallconnan) und später auch zu den beiden Priesterinnen Ailynn und Crystal, die beide nicht zum Orden gehören. Als sich dann auch noch das Damoneskind Carrys ihre Zweifel zu Nutzen machte und sie auf seinen dunklen Pfad mitnehmen wollte, schien Whist fast verloren.

Die Seelen und Leben ihrer Freunde zu bewahren war der größte Ansporn in ihrem Leben geworden. Doch bald fielen Geoffrey, Ann-Kathrin und Aramis im Kampf gegen Gorgul und seine Schergen.

Carrys ließ auch weiterhin nicht von ihr ab und einzig dem Beistand jener, die sie nicht aufgeben wollten, hat Whist es zu verdanken, dass sie letzten Endes nicht in diesem Strudel aus Angst und Ungewissheit endgültig versank. Und das Schicksal meinte es gut mit ihr, als sie die Chance bekam nach dem Sieg über Carrys viele Jahre in der Feenwelt zu verweilen, Jahre, die nur dort vergingen.

Nachdem sich die Wogen in ihrem Leben nun geglättet hatten, stellte sich Whist zusammen mit ihren Gefährten dem Kampf gegen die Blutdruiden und Gorgul und wurde zur Priesterin zum Lichte Larinars geweiht.

Doch während sie ihren eigenen inneren Kampf gewonnen hatte, wuchs ihre Sorge um Sir Ibriel. Und eines Tages geschah wovor sie sich gefürchtet hatte. Ibriel beschloss, ausgerechnet in den Chaos-Wüsten, dass seine Zeit gekommen war und schickte Liriel von seiner Seite fort.

Der Verlust ihrer Freunde und vor allen Dingen von Ibriel fällt ihr auch nach Jahren noch schwer hinzunehmen. Seither widmet sich Mater Liriel der Seelsorge der Vallconnischen Soldaten, die an der Grenze zu den Orklanden ihren Dienst tun.

Mater Rhonda, Priesterin zum Lichte Larinars

Wann und warum Rhonda ihr Zuhause in Vallconnan vor vielleicht 16 Jahren verließ, weiß sie nicht mehr, aber ihre Liebe zum Meer und ihre Kenntnisse desselben lassen auf eine lange Zeit auf Schiffen schließen. Von einem wird sie dann in einem Sturm heruntergefallen sein, aber das Meer mochte sie nicht so sehr und spuckte sie einigermaßen unverletzt und mit einem massiven Gedächtnisverlust wieder aus.

Daraufhin zog sie durch die Gegend, bis sie zufällig auf einer Burg in Zarorien Sir Martin traf, der sie als seine lange verschollene Cousine erkannte… Mit ihm ging sie für eine Weile nach Talon, wo sie sich aber nutzlos fühlte, so auf dem trockenen Land, ohne großartig brauchbare Kenntnisse.

Dann traf sie im zweiten Monat Locknars des Jahres 503 v.K. Pater Heinrich, Priester zur Hand Eonars, beim Ritterschlag von Sir Wallace, und schloss sich ihm kurzentschlossen an, um ihr Leben der Dreieinigkeit zu widmen.

Nach einer Weile war klar, dass sie ihr Leben in den Dienst des Lichtes Larinars stellen würde, und sie wollte den Weg des Schwerts gehen, insbesondere nach dem Tod von Sir Wallace, damit sie nie wieder jemanden nicht würde verteidigen können.

Dann jedoch folgten drei Jahre in Anthanor, in der Rhonda Zeugin wurde der Erstarkung eines Landes aus dem Inneren heraus. Drei Jahre, die sie ruhiger werden ließen. Am Ende dieser Zeit entschloss sie sich, nach Vallconnan zurück zu kehren, und zukünftig den Weg des Wortes statt des Schwertes zu gehen. Ihre Rückkehr wurde schließlich besiegelt mit ihrer Weihe zur Priesterin.

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