Vallconnische Maßeinheiten

Über die Jahrhunderte haben sich in Vallconnan verschiedenste Maßeiheiten für alle möglichen Dinge entwickelt, verändert, etabliert und wieder verändert. Durch die seit vielen Jahrzehnten herschenden Freund- und Handelspartnerschaften mit anderen Reichen haben sich in Vallconnan neben der mittelländischen Sprache auch viele Maßeinheiten anderer Reiche eingebürgert. So findet man in Vallconnan sicher auch Werte in Gramm oder Kilometer.

Darüber hinaus gibt es einige Maße, die so vielleicht nur in Vallconnan – oder sogar nur in bestimmten Gegenden des Reiches – verbreitet oder üblich sind. Eine Sammlung solcher Maßeinheiten sind die von Sir Adam Ofshaw of Hypen zusammengetragenen und verbrieften „Hypener Maße von 496 v.K.“, die wir hier wiedergeben wollen:

Gewichte
Unzen Pfund Zentner Ballen Fass Karren
. 3000 30 15 10 1
. 300 3 1
. 200 2 1
2000 100 1
20 1 Ein Pfund hat 20 Unzen
Längen
Finger Hand Fuß Schritt Lauf Meile/Mile
. . . 990 1
. . 540 180 1
45 9 3 1
15 3 1
5 1
neben diesen Einheiten sind (insbesondere auf Landkarten) noch andere Streckenmaße verbreitet, z.B.:
die Wegstunde (League) eine Strecke von rund 5 Meilen
(die ein Wanderer in durchschnittlicher Laufgeschwindigkeit in einer Stunde zurücklegen kann)
die vallc. Landmeile eine Strecke von rund 7,5 Meilen
(oft als „Zweidrittel-Landmeile“ in Verbindung mit der Wegstunde auf kleineren Karten angegeben)
der Tagesmarsch (day’s march) eine Strecke von rund 30-35 Meilen
(die ein (militärischer) Reiseverband im Verlaufe eines Tages auf bekannten, aber unbefestigten Wegen durchschnittlich zurücklegen kann)
der Tagesritt (day’s ride) eine Strecke von rund 50-60 Meilen
(die ein berittener Reisender im Verlaufe eines Tages auf bekannten, aber unbefestigten Wegen durchschnittlich zurücklegen kann)
[OT:] Für das bessere Gefühl kann man den Schritt mit rund 1 m und die Meile mit rund 1 km vergleichen)
Flächen
Rundschritt Anger Feld Acker Gut
. 500 200 30 1
20000 50 20 1
1000 1
400 1
Weinmaß
Finger Becher Krug Schenker Faß Kelter
. . 1200 24 8 1
. 450 150 3 1
. 150 30 1
40 5 1
8 1
Kornmaß
Wurf Hand Scheffel Pfund Sack Zentner
1000 500 200 100 1
400 200 80 40 1
10 5 2 1
5 1
2 1

Geldmaß / Währung
Pennies Silverquarter Golddollar Platin Eagle
4000 200 20 1
200 10 1
20 1

Mannstärken
Men at Arms Squad Wing Group Unit Battalion
2.400 200 40 20 10 1
240 20 4 2 1
120 10 2 1
60 5 1
12 1
siehe hierzu auch den Bereich Militär

 

[OT:] Die Sammlung „Hypener Maße“ entstand für die Conreihe „Tales from the Eagle“ mit ihren Veranstaltungen „Vallconnan strikes back“ und „The Awakening“, beide 1998. In dieser Conreihe ging es insbesondere um das Soldaten- und Militärspiel. Und in einem dort bespielten Feldlager der vallconnischen Armee hatte der Lager-Staffsergeant (auf eigenen Wunsch) viel zu tun mit der Überwachung der Vorräte.

Grundsätzlich ist uns aber freies, ungezwungenes Rollenspiel wichtiger als die stets korrekte Verwendung von Maßen und Werten. Diese sollen das gemeinsame Spiel nicht bremsen oder erschweren, sondern nur mit mehr Facetten füllen, um kreativ daraus zu schöpfen.

Sprache

Die Sprache in Vallconnan ist heutzutage gemeinhin die mittelländische Zunge. Es tauchen aber auch noch weit verbreitet Fragmente der alten Sprache, in „alt-vallconnisch“ auf, insbesondere in der allgemeinen Namensgebung, und in südwestlichen Teilen des Landes auch noch „darrageshische Namensgebung“ und Bezeichnungen im Sprachgebrauch.

Bevölkerung

In Vallconnan leben fast ausschließlich Menschen. Es sind einfache und rauhe aber ehrliche und anständige Leute, von zumeist heller Hautfarbe und braunem und blondem Haar. In einem kleinen Tal zwischen den Seen in der Mitte des Reiches lebt eine Gemeinschaft von Hobbits friedlich unter den Menschen, aber nur Freund- und keine Feindschaft verbindet sie.

Ansonsten herrschen in Vallconnan keine Vorurteile gegenüber anderen Rassen vor, Elfen und Zwerge sind sogar gerne gesehen und gelten als gutes Omen. Allzu fremdartigen Wesen wird oft mit großem Mißtrauen begegnet, vor allem, wenn sie grüne Hautfarbe haben. Der abgrundtiefe Haß der Vallconnan gegenüber den Orks ist daran schuld.

Gerüchten zufolge sollen irgendwo in Vallconnan auch Elfen leben, die aus der Luft zu den Menschen herabsteigen.

Das Land ist nicht sehr dicht besiedelt, zwischen den Dörfern und Städten liegen weite Waldgebiete und so manche Winkel, die unerforscht sind. Aber in den Städten und Dörfern leben viele Untertanen des Königs und um die Siedlungen herum liegen weite Felder und Weiden. Trotzdem sind die Vallconnan untereinander friedlich, obwohl sie gerade in den Städten dichtgedrängt leben.

Sie haben eine fröhliche und friedliche Natur, solange wie sie nicht gereizt werden. Erst dann können sie aufbrausen und sind kaum noch aufzuhalten. Aufgrund dessen, daß die Vallconnan ein sehr brüderliches Verhältnis zu einander haben und gut zusammenhalten, werden aber seltenst Streitereien untereinander ausgetragen, sondern eher mit einem Humpen Bier bereinigt.

Es gibt ein ungeschriebenes Gesetz: „Nie soll ein Vallconne die Waffe gegen einen Landsmann erheben.“ Einzig ausgenommen davon ist prinzipiell der Ritterstand im Bezug auf Ehrenduelle, was aber auch so gut wie nie vorkommt. Siehe auch Die Ritterschaft.

Militär

Die Streitmacht der Vallconnan ist nicht besonders groß, aber dafür sehr stark. Die Ritter des Reiches sind tapfere Streiter, die mit ihrem Mut und ihrer Loyalität ihre geringe Zahl mehr als wett machen.

Durch die Verluste während der heftigen Kriege mit den Orklanden ist die Struktur der Armee etwas in Umbruch geraten, aber das gemeinsame Ziel schweißt die Streiter des Königs zusammen wie ein Schmied den Stahl der Schwerter. Die übliche Struktur der Armee sieht wie folgt aus:

Ränge der Offiziere und Mannschaften

Folgende Ränge und Titel sind im Gebrauch In Einzelfällen kann es einmal zu Überschneidungen von Rängen und Befehlsgewalten kommen. Im Zweifel kommandiert immer der Dienstältere der anwesenden gleichgestellten Befehlshabern.

Mannschaftsdienstgrade

  • Man at Arms (einfacher Krieger, nach seiner ersten geschlagenen Schlacht für Vallconnan „Veteran“ genannt)
  • Corporal (meist der dienstältere Soldat in einem Squad)
  • Sergeant (Unteroffizier mit Befehlsgewalt über einen Squad)
  • Staffsergeant (Ordonanz oder Adjudant von Stabsoffizieren)
  • Mastersergeant (Leitender Stabsunteroffizier, z.B. Verwalter eines Feldlagers)

Offiziersgrade

  • Lieutenant (Squadleader von 5 Squads, Patrouillenführer)
  • Commander (Befehlshabender eines Außenpostens oder Trupps kleiner als ein Unit)
  • Major (höchster Offizier unter dem Ritter, teilweise auch dessen Vertretung, Befehlshaber eines Units)
  • Captain (eher ein Ehrentitel, im Rang dem Major gleichgestellt, im Zweifel jedoch höher als dieser)
  • Knight (Der Ritter. Oberster befehlshabender Offizier einer Einheit, meist Befehlshaber eines Units. Ritter gelten in Vallconnan gleich, egal ob sie als Baron, Graf oder ähnliches eingesetzt sind. Dies gilt im Ritterrat ebenso wie auf dem Schlachtfeld. Allerdings werden Oberbefehlsgewalten vor Schlachten oder Kriegszügen genau auf bestimmte Ritter verteilt, auch hier wird im Zweifel und bei Eile der dienstälteste Ritter den Befehl geben)
  • Royal Knight (Thronritter) sind prinzipiell Rittern gleichgestellt, jedoch von der Krone mit besonderen Aufgaben versehen. Somit ist im Felde meist der Ritter dem Thronritter in der Befehlsgewalt  untergeordnet.
  • Warlord (Der Heerführer der Krone, der die Truppen kommandiert, wenn seine Majestät nicht anwesend ist)
  • The King / The Queen (Die Krone. Was gibt’s da noch zu sagen?)

Truppeneinteilung

Althergebracht besteht eine Einheit (Unit) der Vallconnan aus zwanzig Gruppen (Squads) und wird geführt von einem Thronritter. Jeder Squad besteht aus zehn Soldaten, die von einem Ritter nebst Knappen, angeführt werden. Mehrere Units können bei großen Truppenzusammenschlüssen zu einem ‚Banner‘ (auch ‚Battalion‘ genannt) vereint werden, welches dann von einem Thronritter oder dem Warlord selbst befehligt wird.

Durch die hohen Verluste unter den Rittern Vallconnans während der Kriege ist die reguläre Struktur wie folgt abgeändert worden: Eine Unit wird von einem Ritter oder einem hohen Offizier (Major, Commander) befehligt. Jeder der zwanzig Squads kann auch von einem Sergeant geführt werden und bei Bedarf werden jeweils fünf Squads (Wing) von einem Lieutenant angeführt.

Siehe auch hier: Vallconnische Maßeinheiten

Jeder Squad besteht demnach regulär aus acht Fußsoldaten, 2 Armbrust- oder Bogenschützen und einem Sergeant plus einem Meldeläufer als Soll-Stärke. Die vallconnischen Truppen sind meist mit schweren Lederpanzern oder Kettenrüstungen (teils mit Plattenteilen ergänzt) geschützt und tragen größtenteils Speer und Schild oder Axt und Schild, teilweise auch Bastardschwerter ohne Schild (Langschwert und Schild in Kombination ist nur den Rittern vorbehalten, im akuten Notfall jedoch toleriert). Bogenschützen tragen außer dem Bogen mit durchschnittlich 15 Pfeilen eine kleinere Seitenwaffe wie Axt oder Kurzschwert. Auch der Ausrüstungsstand der Truppe ist sehr stark den gerade herrschenden Möglichkeiten unterworfen.

Die Einteilung und Befehlsgewalt kann und wird jedoch oft nach den Gegebenheiten des Einsatzes abgeändert oder erweitert, was sich mit der Zeit viel sinnvoller als eine starre Einteilung erwiesen hat. Nur bei großen Truppenbewegungen, Heerschauen und Schlachtaufstellungen ist das Truppensystem und die taktische Soll-Stärke bindend, um Klarheit zu schaffen.

Kampf zu Fuß

Vallconnische Truppen kämpfen fast ausschließlich zu Fuß. Oft sitzt selbst der Ritter ab, um mit seiner Einheit oder Gruppe in den Kampf zu ziehen. Reine (Ritter-)Reiterkontingente hat Vallconnan regulär kaum, da die meisten Schlachten auf dafür ungeeigneten Geländen stattfanden und -finden. Für weitere Reisen oder Meldegänge bedienen sich kleinere Soldateneinheiten jedoch selbstverständlich auch Pferden als Reit- und Lasttier. Vallconnan besitzt auch ein recht gut ausgebautes Meldereiter-System, mit dem es möglich ist, militärische oder ritterliche Botschaften schnell von einem Ort im Reich zu einem anderen oder darüber hinaus zu befördern.

Wappenröcke

Alle vallconnsichen Kämpfer, also Soldaten ebenso wie Ritter und Knappen tragen den blau-weißen Wappenrock. Dabei gibt es vier verschiedene Kategorien:

  1. Blau-weißer Wappenrock einfach: Überwurf für neue Rekruten im Dienst oder auch das Gewand für Knappen und Pagen, dieses ggf. mit dem Wappen des jeweiligen Ritters .
  2. Blau-weißer Wappenrock mit Adlerwappen: Der Veteranenrock, der einem Krieger nach seiner ersten für Vallconnan gestrittenen Schlacht verliehen wird.
  3. Blau-weißer Wappenrock mit Adlerwappen und abgesetzten Streifen an den Seiten: Der Rang eines Offiziers. Die Streifen gewähren dem Träger Befehlsgewalt. Wenn sich ein Soldat mehrmals tapfer geschlagen hat, kann er mit dem Rang eines Unteroffiziers oder eines Offiziers geehrt werden.
  4. Blau-weißer Wappenrock mit eigenem Wappen, abgesetzten Streifen und seitlich geschlossen: Der Wappenrock eines Ritters.

Es gibt nur Soldaten Vallconnans!
Um die Einheit unter den Soldaten zu gewährleisten und zu festigen, wird seit Jahrhunderten darauf verzichtet, jedem Ritter, Baron oder Grafen seine eigenen Farben oder Zuteilungen zu geben. Es ist jedem Adeligen jedoch freigestellt, eine Garde in der Größe eines Squads als Leibwache mit den eigenen Wappenfarben auszustatten. Gebrauch macht davon wissentlich niemand.

Grundgedanke der Vallconnan und demnach auch der vallconnischen Armee ist die Stärke durch Zusammenhalt und Gemeinschaft. Die Zahl der Vallconnan war fast immer der ihrer Feinde unterlegen. Doch sie stehen zusammen und füreinander ein. Nicht selten sieht man einen edlen Ritter, der einem bedrängten Soldaten zur Hilfe eilt und dafür sein eigenes Leben riskiert. Ebenso wie jeder einfache Soldat für einen Ritter einstehen würde.

Die Ritterschaft

Die Ritterschaft ist das Herz von Vallconnan. Ihr Schwert und ihre Ehre haben das Land seit der ersten Krönung vor über 500 Jahren beschützt und bewahrt. Auch wenn man von adeliger Herkunft ist, muß man erst die allgemeine Laufbahn der Ritterschaft durchlaufen, bevor man in diesen Stand aufgenommen und zum Ritter geschlagen werden kann.

In Vallconnan steht die Laufbahn des Ritters beiden Geschlechtern offen. Sowohl Frauen als auch Männer haben gleichberechtigt in allen Belangen die Möglichkeit, Ritter zu werden, unabhängig von möglichen anderen Titeln (z.B. Lady). Vallconnische Ritter tragen die Anrede „Sir“ (oder „Siress“ für das weibliche Pendant) vor ihrem Namen und meist das ihnen gegebene Lehen im Zunamen.

Mit dieser in den Mittellanden selten vorkommenden Besonderheit und dem Unverständnis manch anderer Reiche haben vallconnische Ritterinnen (allen voran auch manchmal die Königin) immer einmal wieder zu kämpfen, doch auch in Vallconnan ist die Zahl weiblicher Ritter immer noch eher gering.

Der Weg zum Ritter

Für die Ritterlaufbahn muß man als erstes in den Dienst eines bereits bestehenden Ritters treten und als Page beginnen. Ein Page lernt, wie man bedient, Demut und Respekt zeigt und auf all die Dinge achtet, die für einen Ritter wichtig sind. Pagen tragen einen einfachen, kurzen Wappenrock in Blau-Weiß oder ein kurzes Pagengewand (meist blau) mit langen Ärmeln. Eine Waffe außer einem Messer oder Dolch ist dem Pagen in Friedenszeiten untersagt, wenn jedoch ein Kampf ansteht, ist es ihm gestattet, sich mit einer nicht ritterlichen Waffe (Speer, Hellebarde, Kurzschwert, Kriegshammer, Krummschwert o.ä.) zu wappnen. Die Dienstzeit als Page ist von seinem Herrn abhängig.

Wenn der Ritter der Meinung ist, daß sich der Page fähig und würdig gezeigt hat, wird dieser zum Knappen erhoben. Als Knappe trägt und versorgt man die Waffen des Ritters, kümmert sich um die Rüstung und das Pferd, putzt und repariert die Kleidung des Herrn und ist ihm immer zur Seite. Im Gegenzug muß der Ritter seinem Knappen das ritterliche Benehmen, den ritterlichen Kampf und die ritterlichen Tugenden vermitteln und ihn auf sein Ritterdasein vorbereiten. Das Versagen eines Ritters, der sich nicht würdig gezeigt hatte, fällt immer auch auf seinen Rittervater zurück. Knappen tragen wie Pagen in der Regel keine ritterlichen Waffen, lernen jedoch den Umgang mit solchen. Viele Knappen tragen auf ihrem blauweißen Wappenrock das Wappen ihres Rittervaters.

Die Zeit als Knappe ist wieder vom Ritter abhängig. Ein anstehender Ritterschlag muß im Ritterrat vorgetragen und dort befürwortet werden. Den Ritterschlag kann jeder Ritter geben, obwohl es für viele Knappen eine hohe Ehre ist, wenn der König selbst die Klinge des Reichsschwertes auf ihre Schultern legt.

In Ausnahmefällen sind auch sogenannte Feldritterschläge ohne vorherige Abstimmung im Ritterrat und auch in sehr seltenen Fällen ohne vorherige Pagen- und Knappenzeit möglich und in der Vergangenheit hin und wieder vorgekommen. Nach einem solchen Feldritterschlag muss sich der neue Ritter vor dem Ritterrat vorstellen und bestätigt werden. Da die vallconnischen Ritter jedoch sehr gewissenhaft mit diesem Procedere umgehen, ist kein Fall bekannt, dass nach einem Feldritterschlag die Ritterwürde nachträglich wieder aberkannt wurde.

Ein Ritter ist dem König oder der Königin unterstellt und loyal. Der König entscheidet, welches Lehen der Ritter erhält und welcher andere Ritter (mit dem Zusatztitel eines Grafen oder Barons) das Land, in dem dieses Lehen liegt, verwaltet. Oft werden Lehen an die (ritterlichen) Nachkommen eines Ritters weitergegeben, dies ist jedoch kein Erbrecht, sondern nur eine verbreitete Tradition. Erblehen sind nur Trägern höherer Titel zugestanden, (z.B. Graf, Baron).

Die Ritter Vallconnans sind ihrem Heimatland bis in den Tod hinein loyal und werden alles für das Wohl des Königreiches tun. Dabei halten sich vallconnische Ritter an folgende…

Rittertugenden

Die Herrendienste:

    • Courage  (Mut, Furchtlosigkeit)
    • Honesty  (Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit)
    • Protection  (Beschütze die Schwachen und Bedürftigen)
    • Loyalty  (Loylität zur Krone, zum Vaterland und zu seinen Schutzbefohlenen)

Der Damendienst:

    • Courtesy (Behandle alle Frauen mit Respekt, Höflichkeit, Freundlichkeit und Aufmerksamkeit) – früher auch als Gentleness vermittelt

Die Götterdienste:

    • Faith  (Stärke im Glauben an die Dreieinigkeit)
    • Modesty  (Bescheidenheit, keine falsche Prahlerei)
    • Purity  (Reinheit im Herzen und in der Seele)
    • Justice  (Gerechtigkeit)

Jeder vallconnische Ritter lebt und agiert nach diesen Grundsätzen, wobei sich das vallconnische Bild eines tugendhaften Ritters aus der gelebten Kombination aller Tugenden ergibt. Ritter, die sich wider die Tugenden verhalten, werden als ehrlos angesehen und verlieren damit ihr Ansehen vor den anderen, im schlimmsten Fall ihren Rittertitel. Jedoch sind solche Ritter in Vallconnan so selten, dass man sich kaum an einen solchen erinnern kann.

Wenn ein Ritter einem anderen die Ehre aberkennt, kann er zu einem Duell herausfordern, welches die göttliche Wahrheit zu Tage bringen soll. Der Geforderte bestimmt Zeit und Wahl der Waffen, während der Forderer den Ort bestimmen kann und die Schwere des Duells (bis zum ersten Blut, bis zur Aufgabe oder bis zum Tod). Es ist ein Akt der Feigheit, wenn ein weit entfernter Ort, ein lange noch nicht erreichter Zeitpunkt oder eine unritterliche Waffe gewählt wird. Duelle sind jedoch äußerst selten. Streitigkeiten werden offen und ehrlich, aber meist nicht mit Waffengewalt ausgetragen. Eher hat man schon zwei Ritter stattdessen eine Partie Schach spielen oder ein Wettrennen machen sehen, anstatt das Risiko einzugehen, durch eine Verletzung bei einem Waffengang die Kampfkraft des Reiches zu schwächen.

Ausrüstung und Auftreten

Die ritterliche Waffe ist das Langschwert und die Lanze. Morgenstern, Streitkolben, Zweihandschwert und Streitaxt zählen ebenfalls zu den ritterlichen Waffen, jedoch ist das Tragen dieser Waffen auch Nicht-Rittern erlaubt. Die einhändigen können auch in Kombination mit einem Schild benutzt werden. Der Ritterdolch gehört zwar auch zu den Waffen eines Ritters, wird in einem ritterlichen Händel jedoch nicht benutzt.

Ein Ritter Vallconnans trägt im Felde oder zu offiziellen Anlässen immer einen blau-weiß geteilten Wappenrock, der das jeweilige Wappen des Ritters auf der Brust trägt. Der Rand des Wappenrocks ist mit einfacher oder wertvoller Borde verziert, meist ebenso wie der weitverbreitete farblich gleich aufgeteilte Umhang mit dem aufgestickten Banneradler. Siehe auch Militär.

 

Gesetze und Gerichtsbarkeit

Gesetze:

Die Gesetze in Vallconnan sind streng, aber gerecht und nicht übermäßig hart oder gar ausbeutend. Sie beruhen in erster Linie auf dem Prinzip der ausgleichenden Gerechtigkeit, den Rechten der Menschen (und der Hobbits, Elfen, Zwerge, etc…) und der Ehrlichkeit.

Die Ritter von Vallconnan halten das Foltern für unehrenhaft und unmenschlich; ebenso gibt es keine Hetzjagden auf Hexen oder ähnliches. Natürlich werden bösartige Personen und finstere Zauberer ihrem Schicksal zugeführt, aber die Beweise müssen auf andere Art als durch die heilige Inquisition erbracht werden.

Gerichtbarkeit:

Recht kann nur von Rittern gesprochen werden. Jeder Lehensherr ist die höchste Instanz in seinen Ländereien und darüber steht nur die Krone selbst. Die jeweiligen Ritter können zu bestimmten Gerichten Beisitzer und zusätzliche Richter, sowie einen Vertreter des Beklagten berufen.

Die Gesetze gelten für jeden, obwohl den Rittern und Adeligen je nach Vergehen einige Privilegien eingeräumt werden, auf welche die Bauern und einfachen Bürger wohl verzichten müssen. Aber es ist unumstritten im Königreich, daß diese Gesetze für jeden bindend sind, vom Bauern bis zur Königin.

Alle zwei Wochen hält ein Lehensherr Gericht. Dies ist entweder das Marktgericht oder ein öffentliches Lehensgericht, in welchem dem Ritter die zur Anklage gebrachten Fälle dargelegt werden, auf dass er sie aburteilt. Das Marktgericht kann bei Abwesenheit des Ritters auch mit Einschränkungen auf einen Vogt oder Offizier übertragen werden.

Politik

Allgemein:

Die Vallconnan sind ein rechtschaffen gutes Volk. Es gibt unter ihnen keine Verräter am Licht der Gerechtigkeit. Die ritterlichen Tugenden werden nicht nur von der Ritterschaft, sondern prinzipiell vom ganzen Land beherzigt und die Bedrohung durch die Orks hat die Vallconnan zu einer starken Gemeinschaft zusammengefügt. [OT:] Diese Voraussetzung ist bindend für jeden Spieler eines vallconnischen Charakters!

Innenpolitik:

Innerhalb des Reiches wird eine ehrliche Regierung geführt, welche das einfache Volk zwar beherrscht, aber nicht unterdrückt, sondern gerecht behandelt. Fast jeder Baron oder Graf ist zugleich auch Ritter und hat somit einen Sitz im Ritterrat.

Der Ritterrat führt alle Ritter an einen Tisch wo sie, gleich ob König/Königin, Baron, Ritter o.ä. über die Angelegenheiten Vallconnans diskutieren, bis sie zu einer Einigung kommen. Zumeist sammelt der König die Meinung und Gedanken seiner Ritter und schlägt dem Rat eine Lösung vor. Eine Abstimmung findet ohne den König selbst statt, seine Stimme ist entscheidend bei einer Stimmengleichheit oder Streitfällen. Der König ist nicht daran gebunden, auf die Meinung des Ritterrates zu hören, es gab in den letzten Jahrhunderten allerdings nur wenige unrühmliche Ausnahmen, welche derartig dumm waren, die Meinung der Ritter zu ignorieren.

Durch die Gemeinschaft des Ritterrates finden Intrigen unter den Regenten und Lehensnehmern quasi nicht statt. Streitereien werden offen ausgetragen und so schnell als möglich vom König und dem Rat geschlichtet. Wahrhaftigkeit ist der Leitspruch der Könige und ihrer Ritter für die Politik.

Außenpolitik:

Nach außen hin verhält sich Vallconnan, obwohl es eine kriegerisch wirkende Struktur hat, sehr friedlich. Zu vielen Reichen unterhält Vallconnan eine freundschaftlich-enge Beziehung. Seit ihrer Begründung ist Vallconnan Teil des Bündnisses der „Allianz des Lichts“. Wenn ein verbündetes oder benachbartes Reich um Hilfe bittet, wird Vallconnan diese gewähren, soweit es dazu in der Lage ist. Nur die westlich gelegenen Orklande, mit denen Vallconnan in einem erbitterten Krieg liegt, der vermutlich niemals enden wird, machen hier eine Ausnahme.

Die Vallconnan sind bekannt dafür, daß ihr Wort als Versprechen genügt, wenn man um Hilfe bittet. Verträge und schriftliche Vereinbarungen sind in ihren Augen unnütz und werden nur dazu verwendet, hin und her gedreht zu werden und intrigante Streitereien zu starten. Expansionspläne und Eroberungen sind nicht im Interesse des Königreiches, da Kriege vornehmlich das Volk beeinträchtigen und seine Untertanen geschützt werden sollen.

Der Orkhass:

Man kann den Hass der Vallconnan auf die Orks fast als Politik bezeichnen. Da zwischen den Vallconnan und den Orks seit mehr als fünfhundert Jahren nun schon Krieg herrscht, ist kein Vallconne gut auf die Grünhäute zu sprechen. [OT:] Auch dies ist quasi verbindlich für alle Spieler eines vallconnischen Charakters.

Es ist unterschiedlich, wie ein vallconnischer Bürger, Ritter o.ä. auf das Erscheinen eines Orks reagieren wird, aber sicher ist, dass ihn keiner mit offenen Armen aufnimmt oder ihm auch nur annähernd Vertrauen entgegenbringt. Im eigenen Land wird der Goblinoide vermutlich angegriffen, vertrieben oder erschlagen (nicht unbedingt direkt auf Sicht, hängt jedoch vom jeweiligen Charakter des Vallconnan ab).

In fremden Ländern halten sich die Vallconnan an das Gastrecht (wenn ein anderer Herrscher „so unvorsichtig“ ist, einem Ork Gastrecht zu gewähren – das führt ggf. dazu, das die Vallconnan nicht besonders viel von diesem Herrscher halten oder ihn als schwach oder lächerlich erachten), werden jedoch dafür sorgen, daß der Ork ihnen fernbleibt.

Hinweis: Dies ist ein rein dramaturgischer Aspekt unseres Spiels. Außerhalb des Spiels hat Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, u.ä. bei uns keinen Platz.

Herrschaftsform des Königreiches

Das gesamte Reich Vallconnan wird vom König regiert.

Das Land ist aufgeteilt in zehn große Reichslehen, die direkt dem König unterstehen. Diese wiederum enthalten kleinere Ritterlehen, Städte und Gutshöfe (siehe Ländereien). Die Ritter, Barone und Grafen verwalten ihr Lehen direkt und im Namen des über ihnen stehenden Regenten.

Da die vallconnischen Ritter sich an den Kodex der Ehre und ihre Tugenden halten, herrscht unter den Lehensnehmern ein großes Vertrauen und die einzelnen Verwalter haben innerhalb ihres Landes fast freie Entscheidungsgewalt.

Bei Fragen und Entscheidungen, welche Folgen für ganz Vallconnan mit sich ziehen könnten oder welche die Außenpolitik betreffen, muß der entsprechende Ritter mit seinem Anliegen vor den Ritterrat treten. Das gilt für jeden Ritter, egal ob es ein Thronritter, Baron oder Graf ist, selbst der König unterliegt dieser Auflage.

Es gibt vier Gesellschaftsschichten in Vallconnan. Die Unterschiede dieser Stände sind klar definiert und verschwimmen nur sehr selten:

Der Adel:

Beinhaltet alle Ritter (die teilweise auch höhere Adelstitel tragen) und deren Familie (Ehegatten, Kinder, jedoch nicht die Eltern, es sei denn diese sind selbst schon von Adel). Das Recht des Adels wird sowohl durch die Geburt (nicht der Ritter-Titel selbst) als auch durch die Taten eines Menschen festgelegt. Die Templer vom Orden der Dreieinigkeit sind in der vallconnischen Gesellschaft ebenfalls als Ritter (und somit als adelig) angesehen.

Der Klerus:

Umfaßt alle Kleriker, Akolythen und Ordenskrieger des Ordens der Dreieinigkeit, außerdem fallen weitere Religionen, die sich im Königreich etabliert haben, mit ihren Priestern ebenfalls in diese Gesellschaftsschicht. Die Hierarchie innerhalb der einzelnen Orden und Kirchen bleibt der jeweiligen Religion überlassen, für die weltliche Seite ist nur wichtig, daß sie zum Stand des Klerus gehören.

Die Oberschicht:

Zur Oberschicht gehören alle Gelehrten, Ärzte, Alchemisten, Wissenschaftler, Händler und auch Zauberer. In kurzen Worten einfach alle die in der Ausübung ihres Berufes mehr den Geist als den Körper gebrauchen müssen. Dabei ist es nicht wichtig, welchen Rang sie in ihrem Berufe bekleiden, innerhalb dieser Schicht werden sie alle gleich behandelt. Nur in ihrer Zunft oder Gilde gibt es die Unterscheidung des Ranges. In der Praxis wird einem Gildenmeister der Architektur sicherlich jedoch trotzdem ein größerer Respekt erwiesen, als einem kleinen Bibliothekarsgehilfen.

Die Unterschicht:

Alle diejenigen, die mehr körperlich arbeiten als geistig (Bauern, Handwerker, Soldaten, Tagelöhner) gehören zur Unterschicht. Diese Menschen sind zwar finanziell ärmer, als die anderen Gesellschaftsschichten, werden jedoch vor dem Gesetz nicht schlechter behandelt.

Leibeigenschaft und Sklaverei ist in Vallconnan nicht vorhanden und wird auch allgemein als Unterdrückung oder gar Barbarei angesehen.

*  *  *

Innerhalb der Rechtsprechung machen die einzelnen Stände keinen Unterschied bei der Festlegung eines Strafmaßes.

Die Kirschensümpfe

Die Kirschensümpfe

Ganz unten im Südosten Vallconnans liegt eine große, dunkle Moorlandschaft, in deren Mitte die mächtige Eichenburg steht. Dies sind die Kirschensümpfe. Und hier leben die ehrenwerten, aber undurchschaubaren Kämpen des Drachenclans.

Faktisch im Rang eines Barons leitet der Anführer des Drachenclans die Geschicke dieses Landstrichs weitestgehend autonom.

Wichtige Orte: Die Eichenburg, Jadai’Iras, Timbertown

Baronie Faymonville

Baronie Faymonville

Faymonville ist der Übergang zwischen Malmedy und Slyden. Steile, steinige Schieferberge zwischen denen dichte Wälder einen tiefgrünen Teppich legen. Klare Bäche und Flüsse durchziehen das Land, welches man als sehr verträumt und romantisch bezeichnen kann. Ihm fehlt vielleicht der liebliche Reiz Slydens, hat dafür aber die unvergeßliche Note der Natur, die ins Herz geht. Die Architektur Faymonvilles ist nicht so trutzig wie die des übrigen Vallconnans. Dörfer finden sich in jedem Tal.

Aufgrund des Schiefergesteins ist Faymonville das beste Weinanbaugebiet in Vallconnan. Weinbauern und Keltereien gibt es in jeder größeren Stadt.

In einem versteckten Tal innerhalb der Baronie erhebt sich Rosevalley, ein kleines Schloß voller Liebreiz und Harmonie. Es ist keine Trutzfeste oder Burg, es ist ein schlanker Bau mit Gärten und Springbrunnen. Hierher zieht sich die Königin zurück, wenn sie einmal den Pflichten ihrer Regentschaft endgültig entfliehen will. Nur sehr wenige Personen wissen wo Rosevalley genau liegt und man munkelt, daß der Schutz der Elfen über dem Schloß liegt.

Auf der Straße von Faymonville selbst nach Rosehill liegt ein kleines Dorf ohne Namen, bei welchem ein großer, roter Rosenbusch steht der den Leichnam von Sir Roderic beschützt, einem Ritter zu Zeiten König Anthony I. Bei Sonnenauf- und -untergang kann man noch immer sein Schwert in den Rosen schimmern sehen.

Größere Städte: Faymonville, Rosehill, Red River Castle, Queens Inn

Besondere Orte: Rosevalley, Ort ohne Namen

Top