Politik

Allgemein:

Die Vallconnan sind ein rechtschaffen gutes Volk. Es gibt unter ihnen keine Verräter am Licht der Gerechtigkeit. Die ritterlichen Tugenden werden nicht nur von der Ritterschaft, sondern prinzipiell vom ganzen Land beherzigt und die Bedrohung durch die Orks hat die Vallconnan zu einer starken Gemeinschaft zusammengefügt. [OT:] Diese Voraussetzung ist bindend für jeden Spieler eines vallconnischen Charakters!

Innenpolitik:

Innerhalb des Reiches wird eine ehrliche Regierung geführt, welche das einfache Volk zwar beherrscht, aber nicht unterdrückt, sondern gerecht behandelt. Fast jeder Baron oder Graf ist zugleich auch Ritter und hat somit einen Sitz im Ritterrat.

Der Ritterrat führt alle Ritter an einen Tisch wo sie, gleich ob König/Königin, Baron, Ritter o.ä. über die Angelegenheiten Vallconnans diskutieren, bis sie zu einer Einigung kommen. Zumeist sammelt der König die Meinung und Gedanken seiner Ritter und schlägt dem Rat eine Lösung vor. Eine Abstimmung findet ohne den König selbst statt, seine Stimme ist entscheidend bei einer Stimmengleichheit oder Streitfällen. Der König ist nicht daran gebunden, auf die Meinung des Ritterrates zu hören, es gab in den letzten Jahrhunderten allerdings nur wenige unrühmliche Ausnahmen, welche derartig dumm waren, die Meinung der Ritter zu ignorieren.

Durch die Gemeinschaft des Ritterrates finden Intrigen unter den Regenten und Lehensnehmern quasi nicht statt. Streitereien werden offen ausgetragen und so schnell als möglich vom König und dem Rat geschlichtet. Wahrhaftigkeit ist der Leitspruch der Könige und ihrer Ritter für die Politik.

Außenpolitik:

Nach außen hin verhält sich Vallconnan, obwohl es eine kriegerisch wirkende Struktur hat, sehr friedlich. Zu vielen Reichen unterhält Vallconnan eine freundschaftlich-enge Beziehung. Seit ihrer Begründung ist Vallconnan Teil des Bündnisses der „Allianz des Lichts“. Wenn ein verbündetes oder benachbartes Reich um Hilfe bittet, wird Vallconnan diese gewähren, soweit es dazu in der Lage ist. Nur die westlich gelegenen Orklande, mit denen Vallconnan in einem erbitterten Krieg liegt, der vermutlich niemals enden wird, machen hier eine Ausnahme.

Die Vallconnan sind bekannt dafür, daß ihr Wort als Versprechen genügt, wenn man um Hilfe bittet. Verträge und schriftliche Vereinbarungen sind in ihren Augen unnütz und werden nur dazu verwendet, hin und her gedreht zu werden und intrigante Streitereien zu starten. Expansionspläne und Eroberungen sind nicht im Interesse des Königreiches, da Kriege vornehmlich das Volk beeinträchtigen und seine Untertanen geschützt werden sollen.

Der Orkhass:

Man kann den Hass der Vallconnan auf die Orks fast als Politik bezeichnen. Da zwischen den Vallconnan und den Orks seit mehr als fünfhundert Jahren nun schon Krieg herrscht, ist kein Vallconne gut auf die Grünhäute zu sprechen. [OT:] Auch dies ist quasi verbindlich für alle Spieler eines vallconnischen Charakters.

Es ist unterschiedlich, wie ein vallconnischer Bürger, Ritter o.ä. auf das Erscheinen eines Orks reagieren wird, aber sicher ist, dass ihn keiner mit offenen Armen aufnimmt oder ihm auch nur annähernd Vertrauen entgegenbringt. Im eigenen Land wird der Goblinoide vermutlich angegriffen, vertrieben oder erschlagen (nicht unbedingt direkt auf Sicht, hängt jedoch vom jeweiligen Charakter des Vallconnan ab).

In fremden Ländern halten sich die Vallconnan an das Gastrecht (wenn ein anderer Herrscher „so unvorsichtig“ ist, einem Ork Gastrecht zu gewähren – das führt ggf. dazu, das die Vallconnan nicht besonders viel von diesem Herrscher halten oder ihn als schwach oder lächerlich erachten), werden jedoch dafür sorgen, daß der Ork ihnen fernbleibt.

Hinweis: Dies ist ein rein dramaturgischer Aspekt unseres Spiels. Außerhalb des Spiels hat Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, u.ä. bei uns keinen Platz.

Herrschaftsform des Königreiches

Das gesamte Reich Vallconnan wird vom König regiert.

Das Land ist aufgeteilt in zehn große Reichslehen, die direkt dem König unterstehen. Diese wiederum enthalten kleinere Ritterlehen, Städte und Gutshöfe (siehe Ländereien). Die Ritter, Barone und Grafen verwalten ihr Lehen direkt und im Namen des über ihnen stehenden Regenten.

Da die vallconnischen Ritter sich an den Kodex der Ehre und ihre Tugenden halten, herrscht unter den Lehensnehmern ein großes Vertrauen und die einzelnen Verwalter haben innerhalb ihres Landes fast freie Entscheidungsgewalt.

Bei Fragen und Entscheidungen, welche Folgen für ganz Vallconnan mit sich ziehen könnten oder welche die Außenpolitik betreffen, muß der entsprechende Ritter mit seinem Anliegen vor den Ritterrat treten. Das gilt für jeden Ritter, egal ob es ein Thronritter, Baron oder Graf ist, selbst der König unterliegt dieser Auflage.

Es gibt vier Gesellschaftsschichten in Vallconnan. Die Unterschiede dieser Stände sind klar definiert und verschwimmen nur sehr selten:

Der Adel:

Beinhaltet alle Ritter (die teilweise auch höhere Adelstitel tragen) und deren Familie (Ehegatten, Kinder, jedoch nicht die Eltern, es sei denn diese sind selbst schon von Adel). Das Recht des Adels wird sowohl durch die Geburt (nicht der Ritter-Titel selbst) als auch durch die Taten eines Menschen festgelegt. Die Templer vom Orden der Dreieinigkeit sind in der vallconnischen Gesellschaft ebenfalls als Ritter (und somit als adelig) angesehen.

Der Klerus:

Umfaßt alle Kleriker, Akolythen und Ordenskrieger des Ordens der Dreieinigkeit, außerdem fallen weitere Religionen, die sich im Königreich etabliert haben, mit ihren Priestern ebenfalls in diese Gesellschaftsschicht. Die Hierarchie innerhalb der einzelnen Orden und Kirchen bleibt der jeweiligen Religion überlassen, für die weltliche Seite ist nur wichtig, daß sie zum Stand des Klerus gehören.

Die Oberschicht:

Zur Oberschicht gehören alle Gelehrten, Ärzte, Alchemisten, Wissenschaftler, Händler und auch Zauberer. In kurzen Worten einfach alle die in der Ausübung ihres Berufes mehr den Geist als den Körper gebrauchen müssen. Dabei ist es nicht wichtig, welchen Rang sie in ihrem Berufe bekleiden, innerhalb dieser Schicht werden sie alle gleich behandelt. Nur in ihrer Zunft oder Gilde gibt es die Unterscheidung des Ranges. In der Praxis wird einem Gildenmeister der Architektur sicherlich jedoch trotzdem ein größerer Respekt erwiesen, als einem kleinen Bibliothekarsgehilfen.

Die Unterschicht:

Alle diejenigen, die mehr körperlich arbeiten als geistig (Bauern, Handwerker, Soldaten, Tagelöhner) gehören zur Unterschicht. Diese Menschen sind zwar finanziell ärmer, als die anderen Gesellschaftsschichten, werden jedoch vor dem Gesetz nicht schlechter behandelt.

Leibeigenschaft und Sklaverei ist in Vallconnan nicht vorhanden und wird auch allgemein als Unterdrückung oder gar Barbarei angesehen.

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Innerhalb der Rechtsprechung machen die einzelnen Stände keinen Unterschied bei der Festlegung eines Strafmaßes.

Klima, Flora und Fauna

Das Klima in Vallconnan ist gemäßigt bis mild. Oft überziehen Regen und harter Wind das Land, aber im Sommer scheint eine strahlende Sonne auf die Wälder des Reiches herab. Im Winter fällt viel Schnee, aber nur selten wird es zur kalten Jahreszeit richtig hart.

Flora und Fauna

Dichte Laub- und Nadelwälder überziehen die Hügel des Reiches und die Erde ist fruchtbar. Viele Tiere der normalen gemäßigten Zone leben unter und über den Bäumen, auch Wölfe und Bären jagen in den Wäldern, wenngleich seit langer Zeit kein Mensch mehr von ihnen angefallen wurde. Einzige Besonderheit in Vallconnan ist der Gabbit, eine Art Riesenkaninchen.

Die Vegetation ist überall reichlich vorhanden und es gedeihen sogar einige seltene Heilkräuter hier, die anderswo nicht wachsen können.

Monster

In den tiefen Wäldern und verwunschenen Hainen des Königreiches gibt es noch so manchen unerforschten Flecken Erde, an dem sich monströse Kreaturen herumtreiben. Am zahlreichsten sind die Orks aus den westlichen Orklanden, die sich im Schutz der Bäume nicht selten bis weit ins Landesinnere vortrauen und auch Trolle und Oger sind schon gesehen worden. Einige Stellen in den Wäldern sind verflucht und es soll dort Geister und Gespenster geben, welche diese Orte nun des Nachts besuchen.

In zwei großen Kavernen sollen noch alte Drachen hausen, aber niemand kann mit Gewissheit sagen, ob dies der Wahrheit entspricht.

Es gibt auch Erzählungen über die Luftelfen, die auf Roks, gewaltigen Adlern, durch die Lüfte fliegen. Aber Sichtungen sind so selten, dass dies wohl eher dem Reich der Sagen zuzuordnen ist…

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